Montag, 30 01 2023

Urkunden aus ehemaligem Familienbuch

 Eheurkunde aus dem als Heiratseintrag fortgeführten Familienbuch

     

      § 77 Abs. 3 PStG, §§ 49, 70 Abs. 1 Satz 3 PStV.

 

  • Aus den als Eheeintrag fortgeführten Familienbüchern können als Personenstandsurkunden nur Eheurkunden und keine beglaubigte Abschriften mehr ausgestellt werden, weil die Familienbücher weitere, nicht mit dem Eheeintrag zusammenhängende Angaben enthalten. Diese Angaben sind allerdings wegen der seit 01.01.2009 entfallenen Fortführungspflicht nicht mehr aktuell und können deshalb nicht Inhalt einer Personenstandsurkunde werden. Gleichwohl ist das Standesamt nicht gehindert, im Rahmen der Be-nutzungsregelungen der §§ 61 bis 66 PStG eine beglaubigte Abschrift eines Familienbuchs als (einfache) öffentliche Urkunde zu erstellen, sofern diese zum Nachweis weiterer nicht in der Eheurkunde enthaltener Angaben

     erforderlich ist.

 

In Absprache mit unserem Innenministerium, Herrn Zimmermann, schlage ich für MV – bis auf weiteres -- folgende Vorgehensweise vor:

 

  • wie andere Bundesländer ebenfalls, stellen auch wir nur noch auf ausdrücklichen Wunsch der berechtigten Person eine begl. Kopie des Fam.Buches als öffentliche Urkunde aus, wenn Tatsachen zu beweisen sind, die aus einer Eheurkunde nicht hervor gehen.

Für die Beglaubigung  nehmen wir nur einen allgemeinen     

Beglaubigungsvermerk (dass Kopie und Original übereinstimmen) und siegeln mit dem Standesamtssiegel.


     Für das Erstellen der Kopie und für die Beglaubigung wird eine Gebühr    

     fällig entsprechend der KostenVO IM M-V Nr. 13.1.1 und 13.2. 3 (6,50 €)

 

  •  Im Übrigen besteht auch die Möglichkeit, einen Eheeintrag – und damit auch dessen Fortführung – elektronisch zu erfassen. Aus dem elektronisch geführten Eheeintrag kann wiederum ein beglaubigter Registerausdruck erteilt werden, der dann auch beweiskräftig die Folgebeurkundungen ausweist.